Albmahre sind wüste Kreaturen, die Nachts oder in der Dämmerung, durch Schlüssel- oder Astlöcher eindringen und schlafende Menschen oder Haustiere anfallen. Dabei setzt sich der Albmahr auf die Brust seines Opfers und flößt ihm Albträume oder Grauen ein.
Albmahre besitzen ein dichtes schwarzes Fell und einen weißen Kragen. Kennzeichnend für das Erscheinungsbild des Albmahrs sind seine zwei Hörner und leuchtend gelbe Augen. Sein Auftauchen wird oftmals von Glockenläuten oder Schellenrasseln begleitet.
Erzählungen über Albmahre, auch Nachtalben oder Mahre genannt, finden sich in vielen Kulturen und Religionen. So beschreibt die
Eyrbyggja saga
aus der Mitte des 13. Jahrhunderts die Geschichte von Geirrid und Katla, wobei Geirrid dann in einem Prozess vorgeworfen wird, sich als Mahr betätigt zu haben.
Zum nordischen Mahr gehört im Unterschied zu Hexen und anderen Zauberwesen, dass er immer in Verbindung mit "Reiten" und Schadenszufügung in der Dämmerung oder in der Nacht gebracht wird. Andere Geister reiten nie. In den alten norwegischen
Christenrechten
wird der Ritt als Mahr ausdrücklich unter Strafe gestellt.
In ihrer Furcht beauftragte das einfache Volk eine weise, kräuterkundige Frau um sie Nachts vor Albträumen zu beschützen.
Diese sogenannte Mahrhex schaffte es dem nächtlichen Treiben des Albmahrs Einhalt zu gebieten und dem Volk
einen ruhigen Schlaf zu verschaffen.
Noch Heute kann man sie, in manch dunkler Nacht, dabei beobachten wie sie an der Spitze einer
Horde Albmahre durch die Straßen zieht.